TÜBINGEN. Die Apfelgespinstmotte verpuppt sich. Bis Ende Juli / Anfang August werden die Kleinschmetterlinge aus den Kokons schlüpfen. Damit verbunden ist die Frage, ob eine Bekämpfung aktuell noch möglich ist. Generell gilt: Jede Maßnahme, die durchgeführt wird, reduziert die Population der Gespinstmotte. Gespinste, die Kokons enthalten, sollten zerstört und entsorgt werden. Dennoch wird eine Vielzahl der Motten überleben. Deshalb sollten nützliche Gegenspieler unterstützt werden: Die Schlupfwespe - bisher ein verlässlicher Partner bei der Parasitierung von Larven - tut sich zur Zeit etwas schwer. Mehr Erfolg kann man sich durch das Aufhängen von Vogelkästen erhoffen. Die zweite Brut hat gerade begonnen und die Vogeleltern finden die Motten auch in deren Tagesverstecken. Die erfolgreichsten Jäger sind jedoch Fledermäuse. Alte Bäume mit entsprechenden Höhlen oder spezielle Fledermauskästen können das Fledermausvorkommen während des Sommers in den Streuobstwiesen erhöhen.

Wer dieses Jahr noch verschont wurde, sollte sich allerdings für das kommende Jahr vorbereiten. Denn die Gespinstmotten werden nach ihrem Hochzeitsflug im August Eier auf den Apfelbäumen ablegen. Wie darauf reagiert werden kann, ist auf einem Merkblatt des Landratsamtes nachzulesen, welches unter www.kreis-tuebingen.de unter dem Suchbegriff »Apfelgespinstmotte« zu finden ist.                                                                                                                     -tw