So zwei- bis dreimal im Monat erreicht einen ein Anruf, in dem sich ein Unfallgeschädigter bitter über die Schadensregulierung durch eine Versicherung beschwert. Fast immer geht es um irgendwelche Restforderungen, nachdem der Geschädigte zunächst selbst sein Glück mit der Schadensregulierung versucht hat. Der Geschädigte darf sich dann nicht wundern, wenn er für dieses Anliegen keinen Anwalt findet, denn beim Resteaufkehren zahlt der Anwalt drauf. Dabei sollte es sich längst herumgesprochen haben, dass es den einfach gelagerten Verkehrsunfall nicht gibt. So hat dies auch kürzlich das Amtsgericht Hamburg in einer Entscheidung verdeutlicht – Aktenzeichen 20a C 451/17 vom 31.01.2018. Dort hat das Gericht gesagt, dass nur dann die Beauftragung eines Anwalts nicht zwingend erforderlich sei, wenn der Geschädigte über vergleichbare Kenntnisse wie ein Fachanwalt für Verkehrsrecht verfügt. Mit anderen Worten: Schadensregulierung ist eine juristisch spezialisierte Angelegenheit.

Kollege Rechtsanwalt Frank-Roland Hillmann hat zusammen mit seinem Kollegen Schneider jetzt bereits in 7. Auflage ein lehrbuchartiges Werk verfasst mit rund 900 Seiten. Er schreibt darin, dass die Zeiten, in denen es eine faire Schadensregulierung gegeben habe vorbei sind.

Wörtlich heißt es dort:„Heute ist es noch dringender denn je erforderlich geworden, dass der Geschädigte möglichst früh anwaltlich beraten wird. Ein Rat kann aber nur dann erteilt werden, wenn der Mandant möglichst umgehend nach dem Unfall und zuallererst in die Kanzlei des Anwalts gelangt und nicht schon vorher von interessierten Kreisen der Versicherungswirtschaft „abgefangen“ wird.

Seit geraumer Zeit beherrscht das sogenannte Schadensmanagement der Versicherung massiv die Schadensregulierung. Das heißt, es ist das Bestreben der Versicherer so schnell und so früh wie möglich Kontakt zu dem Geschädigten und ihn somit in ihre Fänge zu bekommen. Damit will die Assekuranz erreichen, dass der Geschädigte keinen Zugang zu einem freien Sachverständigen, zu einem freien Mietwagenunternehmen, neuerdings sogar auch zu den freien Fachwerkstätten und – dies vor allen Dingen – keinen Kontakt zu einem Anwalt bekommt“.

Es ist verständlich, dass die Versicherungswirtschaft sparen will. Sparen kann man aber nur, wenn einem anderen etwas abgezogen wird. Natürlich wird auch an Sachverständigen-, Mietwagen- und Reparaturkosten gespart, insbesondere wird aber auch zu Lasten des Geschädigten selber, und vor allen Dingen zu seinen Lasten. Dann stehen die Geschädigten da und der Anwalt soll das retten, was sie viel einfacher und besser hätten haben können wenn sie sich erst gar nicht darauf eingelassen hätten, ohne jede Kenntnis von der Schadensregulierung sich mit einem geschulten Versicherungsfachmann auseinanderzusetzen.

Es wird in diesem Zusammenhang darauf verzichtet, die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzählen, bei denen unberechtigterweise Forderungen gekürzt werden, manchmal werden sie auch einfach vergessen (Wertminderung, allgemeine Unkosten u.a.).

Das, was dann daneben gegangen ist, ist häufig nicht mehr reparabel oder der Geschädigte findet niemand, der die Restbestände einfordert.So zwei- bis dreimal im Monat erreicht einen ein Anruf, in dem sich ein Unfallgeschädigter bitter über die Schadensregulierung durch eine Versicherung beschwert. Fast immer geht es um irgendwelche Restforderungen, nachdem der Geschädigte zunächst selbst sein Glück mit der Schadensregulierung versucht hat. Der Geschädigte darf sich dann nicht wundern, wenn er für dieses Anliegen keinen Anwalt findet, denn beim Resteaufkehren zahlt der Anwalt drauf. Dabei sollte es sich längst herumgesprochen haben, dass es den einfach gelagerten Verkehrsunfall nicht gibt.

So hat dies auch kürzlich das Amtsgericht Hamburg in einer Entscheidung verdeutlicht – Aktenzeichen 20a C 451/17 vom 31.01.2018. Dort hat das Gericht gesagt, dass nur dann die Beauftragung eines Anwalts nicht zwingend erforderlich sei, wenn der Geschädigte über vergleichbare Kenntnisse wie ein Fachanwalt für Verkehrsrecht verfügt. Mit anderen Worten: Schadensregulierung ist eine juristisch spezialisierte Angelegenheit.

 

Kollege Rechtsanwalt Frank-Roland Hillmann hat zusammen mit seinem Kollegen Schneider jetzt bereits in 7. Auflage ein lehrbuchartiges Werk verfasst mit rund 900 Seiten. Er schreibt darin, dass die Zeiten, in denen es eine faire Schadensregulierung gegeben habe vorbei sind.

Wörtlich heißt es dort:„Heute ist es noch dringender denn je erforderlich geworden, dass der Geschädigte möglichst früh anwaltlich beraten wird. Ein Rat kann aber nur dann erteilt werden, wenn der Mandant möglichst umgehend nach dem Unfall und zuallererst in die Kanzlei des Anwalts gelangt und nicht schon vorher von interessierten Kreisen der Versicherungswirtschaft „abgefangen“ wird.

Seit geraumer Zeit beherrscht das sogenannte Schadensmanagement der Versicherung massiv die Schadensregulierung. Das heißt, es ist das Bestreben der Versicherer so schnell und so früh wie möglich Kontakt zu dem Geschädigten und ihn somit in ihre Fänge zu bekommen. Damit will die Assekuranz erreichen, dass der Geschädigte keinen Zugang zu einem freien Sachverständigen, zu einem freien Mietwagenunternehmen, neuerdings sogar auch zu den freien Fachwerkstätten und – dies vor allen Dingen – keinen Kontakt zu einem Anwalt bekommt“.

Es ist verständlich, dass die Versicherungswirtschaft sparen will. Sparen kann man aber nur, wenn einem anderen etwas abgezogen wird. Natürlich wird auch an Sachverständigen-, Mietwagen- und Reparaturkosten gespart, insbesondere wird aber auch zu Lasten des Geschädigten selber, und vor allen Dingen zu seinen Lasten. Dann stehen die Geschädigten da und der Anwalt soll das retten, was sie viel einfacher und besser hätten haben können wenn sie sich erst gar nicht darauf eingelassen hätten, ohne jede Kenntnis von der Schadensregulierung sich mit einem geschulten Versicherungsfachmann auseinanderzusetzen.

Es wird in diesem Zusammenhang darauf verzichtet, die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzählen, bei denen unberechtigterweise Forderungen gekürzt werden, manchmal werden sie auch einfach vergessen (Wertminderung, allgemeine Unkosten u.a.). Das, was dann daneben gegangen ist, ist häufig nicht mehr reparabel oder der Geschädigte findet niemand, der die Restbestände einfordert.