METZINGEN. Seit Jahren dümpelt das Grundstück in Mühlwiesenstraße 38 direkt an der Bahnlinie Metzingen-Reutlingen vor sich hin. Es handelt sich um die ehemalige Fleischwarenfabrik Nagel, die schon 2003 Insolvenz anmeldete, in der aber noch bis 2017 ein Fabrikverkauf von Wurst- und Ochsenmaulsalat, Maultaschen, Kutteln oder Kohlrouladen stattfand. Im vorigen Jahr kaufte die Weisenburger GmbH das Grundstück. Sie teilte mit, dort 38 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten bauen zu wollen. Bevor dort gebaut wird, muss aber das alte Fabrikgebäude abgerissen werden. Laut Mitteilung der Stadt gab es jedoch einen Stopp bei den Abbrucharbeiten, da bei den Bauten asbesthaltige Eternitplatten verwendet worden waren. Asbest gilt als extrem krebserregend: Der Stoff wurde einst in 3 000 Produkten eingesetzt.

Handwerker sind gefährdet, wenn es beispielsweise um die Verarbeitung, sprich Abbruch, eines Gebäudes geht. Grundsätzlich müssen Asbestprodukte von Fachfirmen entfernt werden. Denn für diese Arbeiten gelten strenge Schutzmaßnahmen. Das Hinzuziehen eines solchen Fachgutachters und die fachgerechte Entsorgung des Sondermülls scheinen zu den Verzögerungen bei der Projektplanung der Fa. Weisenburger geführt haben. Die Weisenburger GmbH ist ein in dritter Generation inhabergeführtes Bauunternehmen. Der Sitz befindet sich seit der Gründung im Jahre 1955 in Rastatt in Baden-Württemberg. Weisenburger ist im Reihenhaus- und Geschosswohnungsbau, Industrie- und Gewerbebau sowie im Rohbau sowie im Sanierungsbereich tätig und beschäftigt rund 250 Mitarbeiter. In Karlsruhe bestehen eine Niederlassung und zwei Geschäftsstellen, weitere Geschäftsstellen befinden sich in Stuttgart, Bensheim, Eschborn und Freiburg im Breisgau. Geführt wird das Unternehmen in dritter Generation von Nicolai Weisenburger.                                                                                       -ber