REUTLINGEN. »Ich bin zwar von hier, kenne mich aber nicht so gut aus« – dieses Statement dürfte der Vergangenheit angehören. Denn den Bürgern der Achalmstadt stehen nun mannigfaltige Möglichkeiten zur Verfügung, mit ihren Ortskenntnissen nur so zu glänzen. Zum einen gäbe es da die neue Freizeitkarte für Reutlingen – druckfrisch im Handel. »Rechtzeitig zur warmen Jahreszeit ist sie jetzt erschienen«, so Andreas Wüllner, Leiter der Abteilung Vermessung beim Amt für Stadtentwicklung und Vermessung der Stadt Reutlingen. Die Karte ist gespickt mit Informationen über Sehenswürdigkeiten, Freizeitzielen und Sportmöglichkeiten in Reutlingen und Umgebung. Über ein Suchgitter sind die auf der Rückseite aufgeführten Ziele leicht zu finden.

Auf den neuesten Stand gebracht

Gerade für die Fahrradfahrer wurde die Karte optimiert. Erstmals sind Fahrradstraßen abgebildet, sowie 17 E-Bike-Ladestationen und die sechs neuen Fahrrad-Service-Stationen, an denen kleinere Reparaturen am klappernden Drahtesel vorgenommen werden können. Als neues Naherholungsgebiet hat nun auch der Bürgerpark mit seinen Wasserfontänen und der Skateanlage auf der Karte Einzug gehalten. Die mit etwas Übung faltbare Karte mit dem Maßstab von 1:20 000 ist klimaneutral auf wasser-und reißfestem Papier gedruckt. Letzteres wurde von Praktikanten der Stadt Reutlingen immer wieder umfassend und mit Eifer getestet. Tatsächlich braucht es Einiges an Kraftaufwand, um sie zu beschädigen.

Nun schon in der vierten Auflage

Die letzte Ausgabe von 2016 war seit einem dreiviertel Jahr vergriffen. Die Neuauflage wurde nun von 1 500 auf 1 800 Stück erhöht. Erworben werden kann die Freizeitkarte an der Rathauspforte, im Bürgerbüro Bauen, beim StaRT, in den Bezirksämtern sowie im örtlichen Buchhandel. Der Preis pro Exemplar liegt seit 2008 unverändert bei 4,90 Euro.

Noch mehr Orientierungsmöglichkeiten

Ein weiteres nützliches Utensil für die Orientierung ist der kostenfreie Internet-Stadtplan. Diesen gibt es bereits seit 20 Jahren. Seit einiger Zeit wurde er nun auch für die mobilen Geräte wie Tablets oder Smartphones optimiert. Unterwegs nachschauen, wo der nächste Hundekotbeutel für Wauzis Hinterlassenschaften zu finden ist – kein Problem. Nebenbei kann man sich auch noch unter anderem Natur- und Freizeitziele, Grillstellen, Haltestellen und Buslinien anzeigen lassen. Je nach Zoom werden Plan des Liegenschaftskatasters, Stadtplan oder Luftbilder gezeigt. Letztere gehen bis auf das Jahr 1975 zurück. Die zur Verfügung stehenden Stadtpläne reichen bis in das Jahr 1820. Das dürfte Hobby-Historiker interessieren, denn durch Vergleichsmöglichkeit sind Veränderungen gut sichtbar. Auf der Startseite www.reutlingen.de ist der Internet-Stadtplan über ein Icon wählbar.

3D–Stadtmodell

Nicht nur für Architekten nutzbar, sondern auch für private Häuslebauer interessant – das 3D-Stadtmodell der Stadt Reutlingen. Generiert werden die dreidimensionalen Modelle durch die Daten der amtlich verzeichneten Grundstücke und regelmäßig aktualisierte Luftbilder. Das digitale 3D-Stadtmodell gibt es allerdings schon etwas länger. Beim Amt für Stadtentwicklung und Vermessung wird es schon seit 2015 unter anderem für die Visualisierung von Planungsentwürfen eingesetzt. Nun ist es auch für Privatpersonen nutzbar gemacht worden – wegen des Datenschutzes in etwas abgespeckter Version.
Dargestellt werden etwa 53 000 Gebäude, Baumbestand und Geländeerhebungen. Brunnen und Denkmäler sind auch schon teilweise vorhanden und sollen nach und nach hinzugefügt werden. Zu finden ist das Stadtmodell auf stadtplan.reutlingen.de.                                                                                –boe