Der Schäferlauf, ein Heimatfest der Superlative: Seit der Hauptprobe des Schäferreigens am Donnerstag über die mitternächtliche Laurentia am Freitag, als die Besucher auf dem Marktplatz kaum in die Knie gehen konnten, bis zum Marktplatzhock am Samstag und dem eigentlichen Schäferlauf am Sonntag mit historischem Festzug und Feierlichkeiten in der Zittelstatt, war ständig eines zu hören – es seien so viele Menschen wie noch nie. Das sonst eher beschauliche Städtchen pulsierte über mehrere Tage lang, entstand bei mediterranen Temperaturen ein Gefühl der Gemeinschaft und Heimatverbundenheit. Rekordverdächtig auch der farbenprächtige Festzug, gezogen wurden Festwagen und Gespanne ausschließlich von Pferden: 2000 Teilnehmer zogen in 83 Gruppen durch die Stadt, unter ihnen 25 Kapellen. Der 144. Schäferlauf war auch ein Fest der Premieren, neu war das Moderatorenduo Silke Maier und Peter Hiller ebenso wie der Büttel Benjamin Schöllhammer und Stadtschäfer Christoph Röhner.

Und letztlich gibt’s beim Schäferlauf wie immer auch Gewinner: Der Sieger des Leistungshütens heißt Herbert Schaible aus Aidlingen. Für den schönsten Bechertanz erhielt das Kreisreiter-Paar Franziska Weber und Alexander Hummel einen Gockel als Preis. Und letztlich gibt es ja auch noch den eigentlichen Schäferlauf: Schnellste bei den Damen war die erst 15 Jahre alte Barfußläuferin Sophia Hagenlocher aus Bad Wildbad und bei den Männern rannte der 22-jährige Dominik Fröschle, ebenfalls aus Bad Wildbad. Er schaffte damit das Triple, ist er doch auch Schäferkönig in Wildberg und Markgröningen. Zu ihren Ehren tanzte der Schäferreigen dann eine 13-minütige Polka – einer der vielen Gänsehauptmomente eines Festes, das auch Minister Franz Untersteller beeindruckte.