Wieviel Demokratie tut einem Gemeinwesen gut?
HermesWieviel Demokratie tut einem Gemeinwesen gut?

»Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis« lautet ein Sprichwort. Den Eindruck könnte ein Außenstehender gewinnen, der verfolgt, mit welcher Vehemenz die Kontroverse über die Zukunft der Metzinger Bäder geführt wird: Kombibad oder Sanierung von Freibad und Hallenbad. Nach der Entscheidung im Mai mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss (bei drei Enthaltungen) schien der Konflikt befriedet und Ruhe einzukehren.

 
Eine große Aufgabe für eine kleine Stadt
HermesEine große Aufgabe für eine kleine Stadt

Man muss nicht gleich My Fair Lady im Kopf haben, wo es in einem der Musical-Texte heißt: »Es grünt so grün… Den Bad Urachern fällt da seit Neustem die kleine Landesgartenschau ein. Auf der soll es nämlich im Jahr im Jahr 2027 grünen und blühen, dass es eine wahre Pracht ist. Augenblicklich überwiegt die Freude der Verantwortlichen über den Zuschlag, den die Kurstadt für das Großereignis im Jahr 2027 erhalten hat. Bad Urach konnte sich mit seinem Konzept in einem Teilnehmerfeld von sechs Städten als Ausrichterin der kleinen Gartenschau 2027 durchsetzen.

 
Communia: Ernüchterung statt Euphorie
HermesCommunia: Ernüchterung statt Euphorie

Gestartet ist die Metzinger Bürgerstiftung Communia Ende 2016 mit Verve. Die Beteiligten waren voller Optimismus, dass sich schnell das vorgegebene Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu generieren, realisieren lässt. Als dann nur wenige Wochen späterein Grundstück gefunden wurde, schien alles zu laufen. Doch mittlerweile macht sich Ernüchterung breit.

 
Kosten laufen davon
HermesKosten laufen davon

Jeder Bauherr weiß, dass ein Hausbau immer teurer wird als vorher geplant. Fünf Prozent mehr an Kosten sollten mindestens eingeplant werden, damit hinterher nicht das große Erschrecken kommt. In so einem Schreckzustand befinden sich derzeit die Dettinger Gemeinderäte. Sie haben die neu kalkulierten Zahlen für die Schillerschule gesehen. Der Neubau kostet etwas ,ehr als drei Millionen Euro mehr als erwartet. Das sind satte 20 Prozent. Das Gremium war, um es mit der englischen Königin zu sagen, »not amused«. Von einem Schock gar sprach Gemeinderat Archibald Fritz.

 
Wie schnell sind doch zehn Jahre vergangen!
HermesWie schnell sind doch zehn Jahre vergangen!

Sie alle kennen Stuttgart 21, Entschuldigung es muss ja neuerdings Stuttgart 25 heißen, denn die Bahn hat sich um lächerliche vier Jahre verschätzt, was den Fertigstellungs-termin anbelangt. Doch was der Landeshauptstadt bei ihrem Bahnprojekt Recht ist, ist den Metzingern schon lange billig. Ein unterirdischer Bahnhof wird zwar nicht gebaut, aber es geht immerhin um einen Aufzug oder entsprechende Rampen für Menschen mit Behinderung. Also eine Herkulesaufgabe vergleichbarer Größe - da können schon mal neun bis zehn Jahre ins Land gehen.

 
Noch mehr Verkehr, noch mehr Probleme
HermesNoch mehr Verkehr, noch mehr Probleme

Metzingen wächst, das ist die Quintessenz aus einer Prognose des Ingenieurbüros Karajan, die am vorigen Donnerstag dem Gemeinderat vorgestellt wurde. Bei einer zweiten Studie der IHK, die ebenfalls präsentiert wurde, vergaben die ansässigen Unternehmen gute Noten für die Stadt und die Wirtschaftsförderung. Die Nähe zum Flughafen, zentrale Einkaufsmöglichkeiten und Familienangebote wurden besonders erwähnt. Alles in Butter also?!

 
Tempo 30: Fluch und Segen
HermesTempo 30: Fluch und Segen

Kaum ein Thema eignet sich so gut für emotionale Debatten wie die Frage nach einem Tempolimit. Die Rede ist dieses Mal nicht von des Autofahrers liebstem Kind, der Autobahn. Nein! Es geht um die Einführung von Tempo 30 in Innenstädten. Eningen und Pfullingen haben hier Zeichen gesetzt: Tempo 30 in Durchgangsstraßen. Auch in Metzingen ist das Tempolimit in der Ortsdurchfahrt ein Aufreger.

 
Katastrophe im Jubiläumsjahr
HermesKatastrophe im Jubiläumsjahr

»Zurück in die Zukunft« lautet der vollmundige Slogan für das so genannte Legendenspiel der Handballer am Samstag, 9. Juni. Schließlich gibt es was zu feiern: 125 Jahre TV Neuhausen. Zum Feiern ist in dem Metzinger Stadtteil, der Handballhochburg im Kreis Reutlingen, wohl momentan niemand zu Mute. »Aufarbeiten der Gegenwart und Vergangenheit« ist wohl eher angesagt, aber niemand im Verein scheint wohl bereit dazu. Eher gewinnt man den Eindruck, dass über alles der Mantel des Schweigens gestülpt wird, Hauptsache es kann weiter Handball gespielt werden.

 
Rat folgt Bürgern: Kombibad kommt
HermesRat folgt Bürgern: Kombibad kommt

Der Metzinger Gemeinderat hat doch noch die Kurve gekriegt: Vergangenen Donnerstagabend entschied das Gremium in der in die Stadthalle ausgelagerten Sitzung, der Empfehlung der Konsensus-Kommission zu folgen. Damit ist der Weg frei für ein Kombibad auf dem Metzinger Freizeitgelände Bongertwasen, das Hallen- und Freibad vereint.