HermesNachwuchssorgen bei den Seelsorgern
Nachwuchssorgen bei den Seelsorgern

Als an Pfingsten 2017 Pfarrer Josef Kiuntke etwas überraschend vorzeitig in den Ruhestand ging, bestand noch die große Hoffnung, dass rasch ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden würde. Doch dieser Eindruck täuschte. Zwar wurde die Pfarrstelle bereits am 15. April in der Pfarrzeitschrift ‘Arbeit und Besinnung’ ausgeschrieben, wie im Neuhäuser Gemeindebrief, zu lesen war, aber es meldete sich nur eine Bewerberin, die jedoch kurzfristig ihre Bewerbung zurückzog. Auf die zweite Ausschreibung des Kirchengemeinderats am 15. September meldete sich überhaupt kein Bewerber.

 
Amtierender Rathauschef versus Paradiesvogel
HermesAmtierender Rathauschef versus Paradiesvogel

Die Wahl zum obersten Verwalter einer Gemeinde, dem Bürgermeister, ist eigentlich eine ernste Sache. Das ist in Dettingen an der Erms nicht anders. Immerhin geht es – in Baden-Württemberg – darum, wer die nächsten acht Jahre an der Spitze der Kommune steht. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder so genannte Spaßkandidaten, die großflächig sich bewerben und Aufmerksamkeit auf sich ziehen, obwohl ihnen das Wohl der Gemeinde herzlich egal ist. Mit so einem schwer fassbaren Kontrahenten hat es jetzt Dettingens Michael Hillert zu tun.

 
Zwei Bäder, drei Varianten und ein Bürgerwille
HermesZwei Bäder, drei Varianten und ein Bürgerwille

Kacheln zählen und dabei seine Runden ziehen war einmal. Klar gibt es immer noch Schwimmer, die gerne im Hallenbad ihre Bahnen ziehen. Doch damit erfreut eine Kommune höchstens noch die Senioren. Wer heutzutage ins Schwimmbad geht, ob drinnen oder draußen, will entweder Abwechslung, Spaß und Entertainment, oder auch Sauna, Wellness und Erholung. Nun hat Metzingen weder das Eine noch das Andere.

 
HermesEnzian Höfe – zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Es war Ende 2016, als die Pfullinger Firma Citiplan dem Gemeinderat bereits detaillierte Pläne auf den Tisch legte, wie laut Investor Michael Bazlen das Werk II der ehemaligen Seifenfabrik an der Römerstraße einer besseren Zukunft zugeführt werden sollte. Nun scheint die Planung, die damals mit offensichtlichem Wohlwollen vom Gemeinderat aufgenommen wurde, erheblich ins Stocken geraten zu sein und die Akte Enzian Höfe bis zur Umsetzung zum Staubfänger zu mutieren.

 
Goldene Zeiten in der Sieben-Keltern-Stadt
HermesGoldene Zeiten in der Sieben-Keltern-Stadt

Deutschland geht es gut: So wenig Arbeitslose wie seit 1991 nicht mehr, die Wirtschaft brummt auch ohne, dass es eine Regierung gibt, es wird auf privatem, öffentlichem oder unternehmerischem Sektor kräftig investiert. Wie das Tüpfelchen auf dem i-Punkt kommt einem da Metzingen vor. Die Outlet-City strotzt nur so vor unternehmerischem Ehrgeiz, der Doppelhaushalt 2018/2019 schwingt sich zu neuen Rekordhöhen empor. Und im Umland blickt nicht nur ein Kämmerer neidisch auf die Sieben-Keltern-Stadt und deren Möglichkeiten.

 
Bad Urach: Gartenschau als Infrastrukturprogramm
HermesBad Urach: Gartenschau als Infrastrukturprogramm

»Herr lass Hirn regnen über Erlangen und hilf die Landesgartenschau noch zu verhindern«. Mit solchen Plakaten versuchten im vorigen Jahr Bürger das florale Großereignis 2024 in der fränkischen Stadt zu verhindern. Mit Erfolg! 70 Prozent stimmten gegen die Landesgartenschau. Auch im bayerischen Traunstein lehnten die Bürger 2016 die Ausrichtung ab. In Bad Urachs Gemeinderat und bei der Verwaltung herrscht dagegen Einigkeit, sich für die Gartenschau 2027 zu bewerben. Bürgermeister Elmar Rebmann bezeichnete sie als ein gewaltiges Infrastrukturpro-gramm für die Zukunft. Zunächst jedoch die Frage, die sich jeder stellt: Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Landesgartenschau und Gartenschau? Am Geld!

 
Tod auf Knopfdruck
HermesTod auf Knopfdruck

Von wegen »gutes neues Jahr«: Als Petra S. aus Reutlingen am 2. Januar zu ihrer Bank ging, stellte sie fest, dass die Deutsche Rentenversicherung ihr Konto offenbar leergeräumt hatte. Die Frau war von der Behörde für tot erklärt worden. »Das war ein brutaler Schock«, so Petra S. Die Frau erhält eine Erwerbsminderungsrente – und die Miete wird jeden Monat von der Rentenversicherung direkt an die GWG überwiesen. Auch das wäre um ein Haar schiefgegangen, denn sie war ja offiziell nicht mehr am Leben.

 
 
Neujahrsgruß
HermesNeujahrsgruß

Ein neues Jahr, ein neues Glück ...

 
In letzter Minute
HermesIn letzter Minute

Es ist ein ganz normaler Samstagmorgen in Metzingen vor Weihnachten. Naja vielleicht nicht ganz: Denn Heiligabend ist dieses Jahr ein Sonntag. Die Geschäfte sind geschlossen und die Last-Minute-Shopper haben das Nachsehen. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu erahnen, was in der Stadt los ist.

 
Kneipensterben macht auch im Kreis nicht Halt
HermesKneipensterben macht auch im Kreis nicht Halt

Das Bild des Baggers, der Stück für Stück dem Gasthaus Linde, einer ehemaligen Traditionsgaststätte in Metzingen den Garaus macht, hat Symbolcharakter. In immer mehr Gasthäusern im Kreis Reutlingen gehen die Lichter aus. In Bad Urach hat jüngst der Löwen seine Tür zugesperrt. Dies sind nur zwei Beispiele, untermauern aber einen Trend. 

 
Kapital schlägt Kino
HermesKapital schlägt Kino

Metzingen ohne Kino, oder wie man früher sagte, Lichtfilmtheater, ist das denkbar? Sicher nicht, aber vom angestammten Platz muss sich das Luna wohl demnächst verabschieden. 2019 läuft der Mietvertrag mit der Volksbank aus und was danach geschieht ist ungewiss.

 
Wenn das Bundeskartellamt in den Wald hineinregiert
HermesWenn das Bundeskartellamt in den Wald hineinregiert

40 Prozent der Fläche in Baden-Württemberg sind von Wald bedeckt. Damit ist der Wald im Ländle nicht nur der ideale Naherholungsort für die Städter, sondern auch ein Ort, wo das Land Geld verdient mit dem Holz, das in dem Wald wächst. Doch seit 2015 ist diese Einnahmenquelle in Gefahr. Da fällte das Oberlandesgericht Düsseldorf eine Entscheidung im Kartellrechtsverfahren zur gemeinsamen Holzvermarktung durch das Land Baden-Württemberg. In diesem Urteil wurde die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes gegen das Land Baden-Württemberg vollumfänglich bestätigt. Auf gut Deutsch heißt dies nichts anderes, als dass für die unteren Forstbehörden der Landkreise sowie den Fachbereich Holzvermarktung am Regierungspräsidium Tübingen kein gemeinsamer Verkauf von Holz aus dem Staatswald, Kommunalwald und Privatwald für Waldbesitzer mit einer forstlichen Betriebsfläche über hundert Hektar mehr erlaubt ist.

 
Griff in die Landesoberkasse
HermesGriff in die Landesoberkasse

Der vergangene Freitag zeigte plastisch, wie unterschiedlich die Auffassungen deutscher Richter bei der Strafzumessung ausfallen können. Auf der einen Seite war Andreas Müller zu Gast bei SWR 1, der als streitbarer Berliner Amtsrichter für seine harten Urteile bekannt ist. Sein Credo lautet: »Eine wehrhafte Demokratie braucht eine wehrhafte Justiz!« Müller vertritt seit Langem die These, dass die deutsche Justiz Kleindelikte zu hart bestraft und bei den schweren Delikten wie Steuerhinterziehung oder Unterschlagungen ein Auge zudrückt, frei nach dem Motto, die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.

 
Der schwierige Umgang mit der Schuld
HermesDer schwierige Umgang mit der Schuld

In der Großen Kreisstadt wird derzeit im Gemeinderat eine intensive Diskussion über den richtigen Platz für ein Ehrenmal für NS-Verfolgte geführt. Nach einstündiger Debatte, bei der vier Plätze für die zu errichtende Stele ein Für und Wider hervorriefen, sollen am 23. November vor der nächsten Sitzung die vier Plätze begutachtet werden. In der Auswahl stehen ein Platz direkt vor dem Rathaus, an der Wehrmauer neben der Martinskirche, auf dem Alten Friedhof oder parallel zur Ulmer Straße gegenüber einer amerikanischen Fast-Food-Kette.

 
Selbst kleine Schulden machen große Sorgen
HermesSelbst kleine Schulden machen große Sorgen

Wenn einen Schulden drücken, vor allem, wenn man sie nicht begleichen kann, ist die psychische Belastung hoch. Doch einmal in der Schuldenfalle gelandet – selbst bei kleineren Beträgen – sind die Betroffenen oft nicht in der Lage ihre Schulden zu tilgen. Der Zins treibt die Schulden meist noch weiter in die Höhe. Hilfe für die Schuldner im Ermstal bieten Martin Luther, die Landeskirche und die Diakonie.Was aber hat der Reformator mit den Geldsorgen der Menschen heute zu tun? Für Martin Luther war die Sache eindeutig: Zinsen sind Wucher. Daher lehnte er Zinsen ab – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Für überschuldete Menschen gilt: Sie sind überfordert, Tilgung und Zinsen zurückzuzahlen. Deshalb nehmen Landeskirche und ihre Diakonie ein wichtiges Anliegen des Reformators auf:

 
Promillesteigle – Stop, nix geht mehr oder doch?
HermesPromillesteigle – Stop, nix geht mehr oder doch?

Kürzeste Entfernung zwischen zwei Punkten? So lautet die Standardfrage im Kreuzworträtsel. Die Antwort: Luftlinie. Autofahrer würden diese sofort nehmen, wäre sie möglich. Da dies nicht geht, bleibt nur die kürzeste Strecke. Und hier sind Mann und Frau gleichermaßen erfinderisch. Bestes Beispiel Dettingen. Die Strecke zwischen der Ermstalgemeinde und dem Nachbarort Hülben ist legendär, trägt sei Urzeiten den Beinamen Promillesteigle – Schande über den der Schlechtes dabei denkt.

 
Wenn der Wolf wieder aus dem Wald heult
TüpischWenn der Wolf wieder aus dem Wald heult

Noch ist weder ein Einzelner gesichtet worden, geschweige denn ein ganzes Rudel, dennoch beschäftigt der Wolf bereits jetzt die Schäfer.

 
Groß schluckt Klein, so muss es sein!?
HermesGroß schluckt Klein, so muss es sein!?

Von vornherein sind die Rollen verteilt. Es wird keine Fusion unter Gleichen. Groß schluckt Klein lautet das Motto. Die Rede ist von dem Zusammengehen der Hülbener Raiffeisenbank Vordere Alb mit der Volksbank Ermstal-Alb. Es ist ein Trend, der vor Jahren begonnen hat, aber in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen hat. Die Gründe sind immer dieselben.

 
Mit dem Steuerer wird’s immer teu(e)rer
HermesMit dem Steuerer wird’s immer teu(e)rer

Dettingens größtes Projekt, die Schillerschule, mit einer Bausumme von rund 15 Millionen Euro wird nochmals um rund 225 000 Euro teurer. Grund: Ein Projektsteuerer wird engagiert. Bis zum Sommer des Jahres 2020 bleibt die Schillerschule eine Großbaustelle.

 
47 Mal in die Landesoberkasse gegriffen
Hermes47 Mal in die Landesoberkasse gegriffen

»Der Beamte hat eine besondere Treuepflicht gegenüber seinem Dienstherrn, der im Gegenzug im Rahmen der Fürsorgepflicht während des aktiven Dienstes, bei Krankheit und Invalidität und im Ruhestand für einen angemessenen Lebensunter-halt des Beamten zu sorgen hat.« Dieser schöne Satz findet sich in Wikipedia, falls jemand nachlesen möchte, welche Vorteile ein Beamter Zeit seines geruhsamen Arbeitslebens und selbst im Ruhestand genießt.