HermesDie Qual der Wahl oder doch schon die Schere im Kopf?
Die Qual der Wahl oder doch schon die Schere im Kopf?

[1] Es geht um zwei Oldies in Metzingen: Die Rede ist vom Hallenbad, das 1974 eröffnet wurde und vom Freibad, das bereits 40 Jahre früher den Metzingern als Freizeitvergnügen diente. Nun wird seit mehreren Jahren darüber diskutiert, was mit den Bädern passieren soll. Eine Diskussionsgrundlage auf Basis einer detaillierten Untersuchung lieferten vorige Woche Carmen Haberstroh, Finanzbürgermeisterin und Stadtwerke Chefin sowie Giancarlo Bragagnolo.

 
Hoffnung für Esprit-Mitarbeiter in Outlet-City
HermesHoffnung für Esprit-Mitarbeiter in Outlet-City

Der Schock war groß, als kurz vor Weihnachten die 100 Mitarbeiter des Esprit-Modeoutlets erfuhren, dass das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Ratingen den Laden in Metzingen nur noch bis zum 30. April betreiben werde, da der Mietvertrag von der Holy AG gekündigt wurde. Sämtliche Mitarbeiter erhielten zum 1. Januar ihre Kündigung. Mittlerweile scheint es aber wieder Hoffnung zu geben, was den Fortbestand des Esprit-Verkaufs an einem anderen Standort in der Outlet-City anbelangt. Wie die Gewerkschaft Verdi inzwischen bestätigt, wurde ein bis zum 31. Januar befristetes Sonderkündigungsrecht von der Holy AG nicht ausgeübt.

 
Von Montevideo nach Metzingen
HermesVon Montevideo nach Metzingen

Trumps »langer Arm« reicht bis ins Ermstal, in dem Fall bis nach Metzingen. Seit der Geschäftsmann das Präsidentenamt in den USA angetreten hat, ist Vieles nicht mehr wie es war. Neue Einreiseregeln sollen gelten und selbst Bürger mit doppelter Staatsangehörigkeit dürfen zunächst nicht einreisen, wenn sie aus dem falschen Land kommen. Zwar hat ein Gericht erst einmal dem Ganzen die Luft aus den Segeln genommen, dennoch sorgen Trumps Hauruck-Erlasse für jede Menge Kopfschütteln und Unverständnis. Für den Uruguayer Oscar M. Barrientos ist die doppelte Staatsbürgerschaft eine Selbstverständlichkeit.

 
Drogendealer und verdeckte Ermittler
HermesDrogendealer und verdeckte Ermittler

Ende gut alles gut, könnte das Fazit eines geplanten Drogendeals lauten, der nun vor dem Landgericht Tübingen sein Ende fand. Die fünf Angeklagten wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und so ihrer gerechten Strafe zugeführt. Aber ganz so einfach wie sich die Sache darstellt, ist sie nicht. Immer wieder kam in dem Gerichtsverfahren die Sprache auf zwei verdeckte Ermittler, die eine wichtige Rolle in dem Drogendeal gespielt haben.

 
Eine »ausgestorbene« Krankheit
HermesEine »ausgestorbene« Krankheit

Wenn hierzulande über Lepra gesprochen wird, dann in der Regel im Religions- oder Geschichtsunterricht. Die Krankheit der Aussätzigen gilt als ausgerottet. Doch dies ist eine Mär, die unsere Wohlstandgesellschaft nur allzu gerne glauben will. Im Jahr 2015 (neuere Zahlen sind derzeit noch nicht verfügbar) sind mehr als 220 000 Menschen neu an Lepra erkrankt. In Metzingen bei der Kolpingsfamilie herrscht dieses Denken nicht. Fast so lange wie es die Kolpingsfamilie gibt, nämlich seit 1971, führt der Verein die Aktion Lepra durch. "Maultaschen für den Zweck". Der Andrang ist groß - das Ergebnis beeindruckend.

 
»Leichtgewicht trifft auf Schwergewicht«
Hermes»Leichtgewicht trifft auf Schwergewicht«

Wohl selten waren die Rollen so ungleich verteilt, wie am Montagabend in der Metzinger Stadthalle.

 
Steht der Schlachthof vor dem endgültigen Aus?
HermesSteht der Schlachthof vor dem endgültigen Aus?

Eine Bestandsgarantie sieht anders aus: Beim Bürgerdialog vor wenigen Wochen im Holy-Bistro  antwortete Oberbürgermeister Ulrich Fiedler auf die Frage eines Anrainers, was denn aus dem angrenzenden Schlachthof werde: »Bis Mitte des Jahres kann er auf jeden Fall noch genutzt werden.«

 
Hotel als Überraschungsei?
HermesHotel als Überraschungsei?

Die ersten Tage im Neuen Jahr liegen bereits hinter uns und nach diesem in vielen Facetten so schrecklichen Jahr 2016 fragen wir uns natürlich: »Was kommt 2017?« Noch mehr Terror? Noch mehr Nationalismus, Populismus, Rückbesinnung auf vermeintlich bessere Zeiten? Noch mehr Rückwärtsgewandtheit, gerade so, als ob man den Zeiger der Uhr zurückdrehen könnte? Wer weiß das schon. Und weil eine Prognose in diesen Bereichen so schwierig und frustrierend sein könnte, beschränken wir uns auf die Region, in der wir leben.

 
Amtsschimmel und Weichenstellungen
HermesAmtsschimmel und Weichenstellungen

Ja, ist denn schon wieder Neujahr? Nur mit der Ruhe, gemach, gemach!

 
»Unser täglich Brot« zwei Mal in der Woche
Hermes»Unser täglich Brot« zwei Mal in der Woche

Es gibt Institutionen, die müsste man erfinden, wenn Sie es nicht schon gäbe: Eine davon ist ganz sicher der Metzinger Tafelladen. Vor zehn Jahren wurde er von einigen wenigen engagierten Bürgern aus der Taufe gehoben und seitdem sind seine Akzeptanz und Bedeutung kontinuierlich gewachsen. In Deutschland gibt es Lebensmittel im Überfluss. Das ist Fakt und dennoch herrscht bei vielen Menschen Mangel. Die Tafeln in der Republik bemühen sich um einen Ausgleich.

 
Schloss Lichtenstein (er-)schlägt Windkraftanlage
HermesSchloss Lichtenstein (er-)schlägt Windkraftanlage

[1] Schon vor dem ersten Spatenstich auf dem Hohfleck sind die Rotoren der fünf Windenergieanlagen vom Denkmalamt gefällt worden. Tourismusverband und Naturschutz begrüßten unisono die Entscheidung des Landratsamtes, den Bau der Anlagen abzulehnen. Pflichtschuldigst beeilt sich Landrat Thomas Reumann zu betonen, dass dies keine Entscheidung Für oder Wider die Windkraft sei, rechtliche und formale Gründe hätten den Ausschlag gegeben.

 
Metzingens Mitte zum Leben erweckt
HermesMetzingens Mitte zum Leben erweckt

»Metzingen bewegt« hätte der Slogan lauten können als vorigen Mittwochabend die neuen Pläne für das G+V-Areal auf dem ehemaligen Firmengelände vorgestellt wurden. Halb Metzingen war nämlich auf den Beinen und wollte sich ein Bild machen, wie die Zukunft ihrer Stadt im Kernbereich wohl aussehen wird

 
Ende und Neuanfang
HermesEnde und Neuanfang

[1] Die Ära der Enzian Seifenfabrik Bazlen geht in Metzingen zu Ende und Wehmut und Freude mischen sich gleichermaßen. Dies war der allgemeine Tenor von Gemeinderat und Stadtoberhaupt. Am vergangenen Donnerstag wurden im Gemeinderat die Pläne für die Bebauung des Geländes vorgestellt, auf dem Werk II noch steht. Am Montagabend haben Architektur-Studenten der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart ihre Entwürfe für die Um- und Neugestaltung von Werk I direkt an der Ulmer Straße vorgestellt.

 
Glemser Kirchengemeinde in Not
Hermes Glemser Kirchengemeinde in Not

Der Blick in die Gotteshäuser hier im Ermstal unterscheidet sich nicht besonders von denen in der gesamten Republik: Leere Bänke, wo man hinschaut. Die Auswirkungen des derzeitigen Mitgliederschwundes sind wegen der fehlenden Kirchensteuer nicht nur ein finanzielles Problem. Es ist auch ein personelles. Immer schwieriger ist es Personal für den Kirchengemeinderat zu finden oder das Mesneramt zu besetzen. Exemplarisch ist dies momentan im Metzinger Stadtteil Glems festzustellen. 

 
Mittendrin statt nur dabei
HermesTitle

Die Obstbäume im Ermstal sind abgeerntet, der Winter steht vor der Tür, also nix los auf den Streuobstwiesen? Von wegen! Während es draußen immer eisiger wird und die Bäume sich auf den Winter vorbereiten, blubbert und brodelt es in den Kellern und Scheuern im Streuobstparadies... »Das Paradies brennt!« Dies ist quasi das letzte Aktionsblatt im Streuobst-Jahreskalender, der mit dem schwäbischen Hanami (Kirschblüten) im Frühjahr beginnt und dem Brennen der reifen Früchte im Brennkessel endet und ihnen so den Geist der Streuobstwiesen entlockt.

 
»Aufgehübschte Braut« hoch über Seeburg
Hermes »Aufgehübschte Braut« hoch über Seeburg

Prächtig steht Schloss Uhenfels da, wie eine Braut, die herausgeputzt wurde, ehe sie vom Brautvater zum Altar geführt wird. Der Bräutigam muss allerdings eine größere Mitgift mitbringen. Von 6,5 Millionen Euro ist die Rede. Im nächsten Jahr soll das Schloss, das im November 2015 von einer Schweizer Immobilien AG bei einer Zwangsversteigerung für 1,55 Millionen Euro erworben wurde und eine wechselvolle Geschichte hatte, an den Mann oder die Frau gebracht werden. Momentan wird ein Exposé erstellt, das Käufer anlocken soll. 

 
Stadt geht das Parkplatzproblem im Maisental an
HermesStadt geht das Parkplatzproblem im Maisental an

Wer einmal an einem der letzten herrlichen Oktobersonntage auf die glorreiche Idee gekommen ist, zum Wasserfall zu wandern, aber nicht die Ermstalbahn zu nutzen, sondern mit dem Auto bis ins Maisental zu fahren, der hat sein blaues Wunder erlebt: rangierende Autos, überquellende Parkplätze, Fahrzeuge, die einfach am Wegrand geparkt werden – ein permanenter Quell des Ärgernisses für Ausflügler und Einheimische gleichermaßen. 
Die Situation war schon in den vergangenen Jahren nicht glücklich.

 
Finanzamt sagt Ja zur Bürgerstiftung
HermesFinanzamt sagt Ja zur Bürgerstiftung

Es hat etwas länger gedauert, als Oberbürgermeister Ulrich Fiedler sich gedacht hat, aber seit 24. Oktober ist es amtlich: Die neue Bürgerstiftung kann nun starten, der Feststellungs-bescheid des Finanzamtes für die Wohnraumstiftung Metzingen liegt vor. Im Januar bei seiner Neujahrsrede hatte der OB angekündigt, eine solche Stiftung zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Sieben-Keltenstadt ins Leben zu rufen, im März wurden die Unterlagen beim Finanzamt eingereicht. Sehnsüchtig wurde der Bescheid, der die Gemeinnützigkeit bestätigt, von der Stadt erwartet, nun sind alle glücklich, allen voran Metzingens Erste Bürgermeisterin Jacqueline Lohde, die das Projekt verantwortet. Damit steht dem offiziellen Gründungstermin nichts mehr im Wege. Terminiert ist Freitag, der 18. November.

 
Runter vom Thron
HermesRunter vom Thron

Was für eine Erkenntnis: »Der Patient steht im Fokus.« So hieß es zumindest vergangene Woche bei einer Veranstaltung der »Kommunalen Gesundheitskonferenz« im Landkreis Reutlingen in Hohenstein.

 
Schöne neue Welt oder was explodiert morgen?
HermesSchöne neue Welt oder was explodiert morgen?

Schnell auf dem Handy das Wetter checken, die aktuellen Ergebnisse der Fußballbundesliga anschauen, Geld überweisen, an der Kasse mit einem Smartphone bezahlen… Der moderne Mensch ist technikgläubig und technikverliebt. Mit gesenktem Kopf, den Blick starr auf sein Mobiltelefon gerichtet, stolpert er durch die Straßen.  Umso schockierender die Nachricht, dass Technikfreaks nicht nur wegen permanenter Unaufmerksamkeit von Autos überfahren werden können, sondern neuerdings in Angst und Schrecken versetzt werden, weil das Objekt der Begierde auch explodieren kann, wie ein bestimmtes Modell eines koreanischen Herstellers...

 
Das dicke Ende kommt noch
HermesDas dicke Ende kommt noch

[1] Die Nacht zum 27. Juli 2016 werden die Dettinger wohl nicht so schnell vergessen.