HermesMetzinger Marzipan-Meisterin sahnt ab
Metzinger Marzipan-Meisterin sahnt ab

Das Café in der Reutlinger Straße in Metzingen ist nicht sehr groß, lediglich neun Tische laden die Gäste ein, im Sommer kann man auch noch draußen sitzen. Es strahlt einen Hauch von Nostalgie aus, der Besucher fühlt sich sofort wohl. Gut besucht ist das Café immer, denn mittlerweile kennt jeder Dortes Marzipan-Atelier. Dort steht die Chefin selbst hinterm Tresen und ist vor allem für ihre köstlichen Torten aus Marzipan weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Auch in der Hansestadt Hamburg hat man von Dorte Schetter gehört, wie die März-Ausgabe des Feinschmecker-Magazins beweist.

 
Hilfe zur Selbsthilfe: Es tut sich was in Tshibombo
HermesHilfe zur Selbsthilfe: Es tut sich was in Tshibombo

»Ich bin Pfarrer Mutombo aus dem Kongo und bin verbunden mit Tshibombo«, so bringt der Frickenhäuser Seelsorger Achille Mutombo-Mwana sein jahrelanges Engagement für ein ehemaliges Flüchtlingslager in Schwarzafrika mit einem breiten Lächeln auf den Punkt.

 
Die Sonne dreimal dadurch scheint
HermesDie Sonne dreimal dadurch scheint

Wird die Laugenbrezel bald aussterben? Zu teuer und zu aufwändig sei sie in der Herstellung, lässt sich neuerdings vernehmen.

 
Schon wieder Wechsel im Graf Eberhard
HermesSchon wieder Wechsel im Graf Eberhard

Über Jahrzehnte war das Hotel Graf Eberhard, im Bad Uracher Kurzentrum gelegen, ein Hort der Solidität und ein Ort, an dem man gut übernachten und sich ebenso kulinarisch verwöhnen lassen konnte. Als nach 37 Jahren im Jahr 2014 Peter und Edeltraud Schmid das Graf Eberhard an den Sohn übergaben schien der Generationswechsel perfekt, die Tradition gewahrt und das Haus in guten Händen. Doch keine vier Jahre später gibt es neue Nachrichten: Christian Schmid hat sich verabschiedet und Jens Gogarn hat als neuer Geschäftsführer zusammen mit zwei weiteren Gesellschaftern das Haus am 12. März übernommen.

 
HermesHermes: Drei Einkaufsnächte für einen verkaufsoffenen Sonntag

Was ist der ideale Tag für ein Shopping-Event? Natürlich ein verkaufsoffener Sonntag, bei dem die ganze Familie entspannt und nach Herzenslust einkaufen kann. Möglichst viele solcher Tage wünscht sich die Outlet-City Metzingen. Doch die verkaufsoffenen Sonntage werden immer mehr zum Zankapfel von Gewerkschaften, Handel und Städten. Bereits 2017 wollte es die Stadt nicht auf einen Streit mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ankommen lassen und stoppte den Verkaufssonntag im Mai. Der im Oktober fand statt.

 
Die Kreissparkasse und das Tor zur Innenstadt
HermesHermes: Die Kreissparkasse und das Tor zur Innenstadt

Die Kreissparkasse (KSK) in Metzingen - seit Jahrzehnten am Bahnhofsplatz beheimatet, will das alte Gebäude abreißen und neu bauen. Das ist ihr gutes Recht zumal die Bausubstanz im Inneren deutlich schlechter ist als das Bild, das das Kreditinstitut von außen bietet. Dazu will sie einen Architektenwettbewerb ausloben. Betroffen ist nicht das KSK-Gebäude selbst, sondern ein langschenkliges Dreieck, zu dem die Gebäude Schönbeinstraße 9 und 11 sowie die der Karlstraße 4 und 6 gehören.
Befasst hat sich damit jüngst der Gemeinderat unter Leitung von Carmen Haberstroh, da Oberbürgermeister Ulrich Fiedler als Aufsichtsrat der Kreissparkasse als befangen vom Ratstisch abrücken musste.

 
Von Rekord zu Rekord mit geschönten Zahlen
HermesVon Rekord zu Rekord mit geschönten Zahlen

Monat für Monat präsentiert uns die Arbeitsagentur neue Erfolgsmeldungen vom Arbeitsmarkt. Da macht auch die Arbeitsagentur in Reutlingen keine Ausnahme: »Im Februar waren 8 787 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 98 Menschen weniger als noch im Januar. Und sage und schreibe 1 050 Arbeitslose weniger als ein Jahr zuvor«, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Schon seit langem werfen Kritiker ein, dass die Zahlen geschönt seien, also nicht den wirklichen Stand der Arbeitslosigkeit wiedergeben.  

 
Sechs Jahre Haft und eine Menge ungeklärter Fragen
HermesSechs Jahre Haft und eine Menge ungeklärter Fragen

Vergangene Woche wurde gegen einen 35-jährigen Mann sechs Jahre Haft verhängt, weil er im Sommer 2017 bei einer Hochzeit einen Landsmann erstochen hatte. Dem Antrag der Verteidigung, Notwehr in Anrechnung zu bringen und damit den Angeklagten freizusprechen, wollte das Landgericht Tübingen nicht folgen. Dennoch bleiben einige ungeklärte Fragen und ein schaler Nachgeschmack.  "Ein friedliches Fest« sollte es werden im Juli des vergangenen Jahres in der Riedericher Gutenberghalle. Geendet hat es in einer Bluttat.

 
Nachwuchssorgen bei den Seelsorgern
HermesNachwuchssorgen bei den Seelsorgern

Als an Pfingsten 2017 Pfarrer Josef Kiuntke etwas überraschend vorzeitig in den Ruhestand ging, bestand noch die große Hoffnung, dass rasch ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden würde. Doch dieser Eindruck täuschte. Zwar wurde die Pfarrstelle bereits am 15. April in der Pfarrzeitschrift ‘Arbeit und Besinnung’ ausgeschrieben, wie im Neuhäuser Gemeindebrief, zu lesen war, aber es meldete sich nur eine Bewerberin, die jedoch kurzfristig ihre Bewerbung zurückzog. Auf die zweite Ausschreibung des Kirchengemeinderats am 15. September meldete sich überhaupt kein Bewerber.

 
Amtierender Rathauschef versus Paradiesvogel
HermesAmtierender Rathauschef versus Paradiesvogel

Die Wahl zum obersten Verwalter einer Gemeinde, dem Bürgermeister, ist eigentlich eine ernste Sache. Das ist in Dettingen an der Erms nicht anders. Immerhin geht es – in Baden-Württemberg – darum, wer die nächsten acht Jahre an der Spitze der Kommune steht. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder so genannte Spaßkandidaten, die großflächig sich bewerben und Aufmerksamkeit auf sich ziehen, obwohl ihnen das Wohl der Gemeinde herzlich egal ist. Mit so einem schwer fassbaren Kontrahenten hat es jetzt Dettingens Michael Hillert zu tun.

 
Zwei Bäder, drei Varianten und ein Bürgerwille
HermesZwei Bäder, drei Varianten und ein Bürgerwille

Kacheln zählen und dabei seine Runden ziehen war einmal. Klar gibt es immer noch Schwimmer, die gerne im Hallenbad ihre Bahnen ziehen. Doch damit erfreut eine Kommune höchstens noch die Senioren. Wer heutzutage ins Schwimmbad geht, ob drinnen oder draußen, will entweder Abwechslung, Spaß und Entertainment, oder auch Sauna, Wellness und Erholung. Nun hat Metzingen weder das Eine noch das Andere.

 
HermesEnzian Höfe – zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Es war Ende 2016, als die Pfullinger Firma Citiplan dem Gemeinderat bereits detaillierte Pläne auf den Tisch legte, wie laut Investor Michael Bazlen das Werk II der ehemaligen Seifenfabrik an der Römerstraße einer besseren Zukunft zugeführt werden sollte. Nun scheint die Planung, die damals mit offensichtlichem Wohlwollen vom Gemeinderat aufgenommen wurde, erheblich ins Stocken geraten zu sein und die Akte Enzian Höfe bis zur Umsetzung zum Staubfänger zu mutieren.

 
Goldene Zeiten in der Sieben-Keltern-Stadt
HermesGoldene Zeiten in der Sieben-Keltern-Stadt

Deutschland geht es gut: So wenig Arbeitslose wie seit 1991 nicht mehr, die Wirtschaft brummt auch ohne, dass es eine Regierung gibt, es wird auf privatem, öffentlichem oder unternehmerischem Sektor kräftig investiert. Wie das Tüpfelchen auf dem i-Punkt kommt einem da Metzingen vor. Die Outlet-City strotzt nur so vor unternehmerischem Ehrgeiz, der Doppelhaushalt 2018/2019 schwingt sich zu neuen Rekordhöhen empor. Und im Umland blickt nicht nur ein Kämmerer neidisch auf die Sieben-Keltern-Stadt und deren Möglichkeiten.

 
Bad Urach: Gartenschau als Infrastrukturprogramm
HermesBad Urach: Gartenschau als Infrastrukturprogramm

»Herr lass Hirn regnen über Erlangen und hilf die Landesgartenschau noch zu verhindern«. Mit solchen Plakaten versuchten im vorigen Jahr Bürger das florale Großereignis 2024 in der fränkischen Stadt zu verhindern. Mit Erfolg! 70 Prozent stimmten gegen die Landesgartenschau. Auch im bayerischen Traunstein lehnten die Bürger 2016 die Ausrichtung ab. In Bad Urachs Gemeinderat und bei der Verwaltung herrscht dagegen Einigkeit, sich für die Gartenschau 2027 zu bewerben. Bürgermeister Elmar Rebmann bezeichnete sie als ein gewaltiges Infrastrukturpro-gramm für die Zukunft. Zunächst jedoch die Frage, die sich jeder stellt: Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Landesgartenschau und Gartenschau? Am Geld!

 
Tod auf Knopfdruck
HermesTod auf Knopfdruck

Von wegen »gutes neues Jahr«: Als Petra S. aus Reutlingen am 2. Januar zu ihrer Bank ging, stellte sie fest, dass die Deutsche Rentenversicherung ihr Konto offenbar leergeräumt hatte. Die Frau war von der Behörde für tot erklärt worden. »Das war ein brutaler Schock«, so Petra S. Die Frau erhält eine Erwerbsminderungsrente – und die Miete wird jeden Monat von der Rentenversicherung direkt an die GWG überwiesen. Auch das wäre um ein Haar schiefgegangen, denn sie war ja offiziell nicht mehr am Leben.

 
 
Neujahrsgruß
HermesNeujahrsgruß

Ein neues Jahr, ein neues Glück ...

 
In letzter Minute
HermesIn letzter Minute

Es ist ein ganz normaler Samstagmorgen in Metzingen vor Weihnachten. Naja vielleicht nicht ganz: Denn Heiligabend ist dieses Jahr ein Sonntag. Die Geschäfte sind geschlossen und die Last-Minute-Shopper haben das Nachsehen. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu erahnen, was in der Stadt los ist.

 
Kneipensterben macht auch im Kreis nicht Halt
HermesKneipensterben macht auch im Kreis nicht Halt

Das Bild des Baggers, der Stück für Stück dem Gasthaus Linde, einer ehemaligen Traditionsgaststätte in Metzingen den Garaus macht, hat Symbolcharakter. In immer mehr Gasthäusern im Kreis Reutlingen gehen die Lichter aus. In Bad Urach hat jüngst der Löwen seine Tür zugesperrt. Dies sind nur zwei Beispiele, untermauern aber einen Trend. 

 
Kapital schlägt Kino
HermesKapital schlägt Kino

Metzingen ohne Kino, oder wie man früher sagte, Lichtfilmtheater, ist das denkbar? Sicher nicht, aber vom angestammten Platz muss sich das Luna wohl demnächst verabschieden. 2019 läuft der Mietvertrag mit der Volksbank aus und was danach geschieht ist ungewiss.

 
Wenn das Bundeskartellamt in den Wald hineinregiert
HermesWenn das Bundeskartellamt in den Wald hineinregiert

40 Prozent der Fläche in Baden-Württemberg sind von Wald bedeckt. Damit ist der Wald im Ländle nicht nur der ideale Naherholungsort für die Städter, sondern auch ein Ort, wo das Land Geld verdient mit dem Holz, das in dem Wald wächst. Doch seit 2015 ist diese Einnahmenquelle in Gefahr. Da fällte das Oberlandesgericht Düsseldorf eine Entscheidung im Kartellrechtsverfahren zur gemeinsamen Holzvermarktung durch das Land Baden-Württemberg. In diesem Urteil wurde die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes gegen das Land Baden-Württemberg vollumfänglich bestätigt. Auf gut Deutsch heißt dies nichts anderes, als dass für die unteren Forstbehörden der Landkreise sowie den Fachbereich Holzvermarktung am Regierungspräsidium Tübingen kein gemeinsamer Verkauf von Holz aus dem Staatswald, Kommunalwald und Privatwald für Waldbesitzer mit einer forstlichen Betriebsfläche über hundert Hektar mehr erlaubt ist.